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Aug. 2019 - Was kostet Nachfolge?

mc diehlWas kostet die Nachfolge Jesu? In unserem Kulturkreis meist nicht so viel. Wir leben eigentlich ein Leben wie alle anderen Menschen auch und glauben an Christus. Eingeschränkt sind wir nicht.

Bei unseren nach Deutschland geflüchteten Familien ist das schon etwas Anderes. Es ist immer ein besonderer Augenblick, wenn es im Kairos-Gottesdienst heißt, dass keine Bilder gemacht werden dürfen, weil dies - z. B. für die Täuflinge - zu gefährlich ist. Da kommt die Nachfolge, die auch gefährlich sein kann, uns etwas näher. Vielleicht erinnert sich auch der eine oder andere an das Bild des iranischen Pastors, der wegen seines Glaubens im Iran im Gefängnis sitzt. Eine Situation, die uns völlig fremd ist.

Was kostet die Nachfolge? Jesus sagt, sie kostet viel.

Der Monatsspruch für den August erinnert uns daran. „Was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewin- nen, wenn er selbst dabei unheilbar Schaden nimmt? Oder was kann ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben?“ (Mt 16,26; NGÜ) Jesus bereitet seine Jünger auf seinen Tod vor, doch Petrus widerspricht. „Du sollst und wirst auf keinen Fall sterben“, antwortet er. Jesus wird daraufhin ziemlich drastisch und spricht davon, dass der Satan ihn nicht von seinem Leiden abhalten soll. Anschließend fordert er alle, die ihm nachfolgen wollen, auf, ihr Kreuz um seinetwillen auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen. Nur wer dazu bereit ist, wird keinen Schaden an seiner Seele nehmen, wie es der Monatsspruch sagt, sondern sein Leben retten.

Jesus macht uns mit dieser Aussage klar, dass Nachfolge auch Bekenntnis heißt - Bekenntnis gegen den Trend, Bekenntnis gegen die Gesellschaft.

Ich muss zugeben, dass ich darin nicht so geübt bin. In den nächsten Jahren wird es sicher so kommen, dass wir Christen bekennen müssen, wo wir stehen. Viele gesellschaftliche Trends widersprechen mehr und mehr der Wahrheit Gottes. Unsere Herausforderung wird es sein, dem Wort Gottes treu zu bleiben und unseren Glauben zu bekennen, auch wenn das zu Widerspruch und vielleicht auch zu Hass führen wird. An dieser Stelle können wir von unseren Freunden aus dem Iran, Afghanistan oder Syrien lernen. Wir können uns bei ihnen den Mut holen und lernen, zu Jesus zu stehen, auch bei Widerspruch.

Jesus sagt: Habt keine Angst vor den Menschen. Schaut auf mich und bekennt euch zu mir, dann nehmt ihr keinen Schaden an eurer Seele.

Michael Diehl

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